Spezialmaterial
Von Kunststofffolien bis Graspapier: Spezialmaterialien für Etiketten erklärt
Wenn von speziellem Material für Etiketten die Rede ist, meint man in der Regel Materialien, die über Standardpapier oder -folie hinausgehen und besondere Eigenschaften haben, um spezifische Anforderungen zu erfüllen. Diese Materialien zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus, die sie widerstandsfähig gegen extreme Bedingungen machen oder ihnen eine einzigartige Optik und Funktion verleihen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Manipulationssicherheit: So hinterlassen VOID-Etiketten beim Abziehen einen nicht entfernbaren Rückstand auf der Oberfläche, etwa zur Versiegelung von Elektronikgehäusen. Zerstörbare Folien zerfallen in winzige Fragmente, um Manipulationen oder den Austausch von Typenschildern zu verhindern.
Auch die Temperaturbeständigkeit spielt eine zentrale Rolle. Manche Materialien halten extremen Temperaturen stand, etwa Hitze bis zu +300 °C bei Leiterplatten-Etiketten oder Kälte bis zu -196ºC bei Laborkennzeichnungen, ohne ihre Funktion zu verlieren.
Für den Lebensmittelbereich werden Etiketten aus Materialien eingesetzt, die lebensmittelecht sind und somit in direktem Kontakt mit Lebensmitteln verwendet werden können. Ergänzend dazu gibt es abwaschbare Etiketten, die sich rückstandslos von Mehrwegverpackungen oder Glasflaschen entfernen lassen, um eine problemlose Wiederverwendung zu ermöglichen.
Ein weiteres Kriterium ist die Nachhaltigkeit: Viele Spezialmaterialien bestehen aus recyceltem Material (PCR-Folie) oder aus umweltfreundlichen Alternativen wie Graspapier, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern.
Fallbeispiel Laseraktivierbare Etikettenmaterialien
Laseraktivierbare Etikettenmaterialien umfassen speziell entwickeltes Papier und Folien, die für die präzise Beschriftung mit CO₂-Lasern optimiert sind. Durch eine besondere Veredlung kann der Laser schwarze Markierungen erzeugen, ohne das Etikett zu beschädigen. Das Ergebnis ist ein gestochen scharfes Schriftbild, das wisch- und kratzfest ist – unabhängig davon, ob es sich um Text, Grafiken oder Codes handelt, selbst bei kleinsten Schriftgrößen.
Während laseraktivierbares Papier vor allem für Anwendungen geeignet ist, bei denen eine klassische Papieroptik gewünscht wird, bietet die laseraktivierbare Folie zusätzlich den Vorteil einer Schutzschicht. Sie ist lösemittel- und fettbeständig sowie wischfest, wodurch sie sich für anspruchsvolle Einsatzbereiche eignet, etwa in der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie, in der Textilbranche oder bei Lebensmittelkennzeichnungen. Beide Materialien ermöglichen eine dauerhafte, präzise und professionelle Etikettierung für unterschiedlichste Branchen und Anwendungen.
Anwendungsbeispiele
Spezielles Etikettenmaterial wird benötigt, um sicherzustellen, dass die Etiketten in unterschiedlichen Anwendungen und Umgebungen optimal funktionieren.
- Pharma und Gesundheitswesen:
Für Anwendungen auf Röhren oder Platten, die bei Temperaturen bis zu -196ºC (kryogene Temperatur) gelagert werden müssen. - Lebensmittelechtheit:
Für Etiketten, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln stehen. - Manipulationssicherheit:
Sicherheits- oder Garantiesiegel, die bei Manipulationen Spuren hinterlassen. - Abwaschbare Etiketten:
Für Mehrwegverpackungen oder Glasflaschen, bei denen Etiketten rückstandslos entfernt werden müssen. - Blickdichte Etiketten:
Um alte Nährwertangaben auf Verpackungen zu überdecken - Textil-Etiketten:
Zum Aufbringen oder zur Kennzeichnung von und an Kleidung - Lager- und Logistik:
Retroreflektierende Etiketten zur Lagerkennzeichnung
Reißfeste oder selbstklebende Etiketten für Gepäck und Waren