Thermotransferfolien sind in zwei Kerndurchmessern erhältlich: 12,7 mm (½ Zoll) und 25 mm (1 Zoll).
Thermotransferfolie (PDP – Product Detail Page)
Funktionsweise des Thermotransferdrucks
Das Thermotransferdruckverfahren basiert auf der Nutzung von Wärme, um die Farbe von einer Thermotransferfolie auf das zu bedruckende Etikettenmaterial zu übertragen. Die Thermotransferfolie und das Etikettenmaterial werden dazu parallel unter den Thermo-Druckkopf des Thermotransferdruckers durchgeführt. Am Heizelement des Druckkopfes wird synchron zur Vorschubgeschwindigkeit an den jeweiligen Heizpunkten Wärme erzeugt. Durch den anliegenden Anpressdruck am Druckkopf wird die Farbe auf das Etikettenmaterial aufgeschmolzen. Durch dieses Zusammenspiel entsteht letztendlich der sichtbaren Druck auf dem Etikett.
Die Auflösung des Druckbilds wird durch den Druckkopf vorgegeben. Das Heizelement des Druckkopfes besteht aus individuell ansteuerbaren Heizpunkten, sogenannten dots. Die Druckauflösung wird in dots per Inch (dpi) angegeben. Bei 300 dpi Druckern sind dies 300 dots pro Inch (Zoll), bei einem 600 dpi Drucker entsprechend 600 einzelne Heizpunkte pro Inch. Je höher die Druckauflösung, desto hochauflösender ist das Druckbild und die Lesbarkeit.
Aufbau der Thermotransferfolie
Eine Thermotransferfolie besteht aus drei Schichten:
- Die Rückseitenbeschichtung, eine spezielle Silikonschicht, schützt den Druckkopf Ihres Etikettendruckers vor mechanischem Abrieb, Ablagerungen und elektrostatischer Aufladung. Sie verbessert auch das Gleitverhalten der Thermotransferfolie am Druckkopf und schützt das Etikett bei einer zu hohen Wärmeeinwirkung des Druckkopfes.
- Die mittlere Schicht besteht aus einem Polyesterfilm und ist die Trägerfolie für die Rückseitenbeschichtung und die Farbschicht.
- Die Farbschicht enthält die Farbpartikel, die beim Druckvorgang durch Erwärmung auf das Etikett aufgeschmolzen werden. Je nach Eigenschaft der Thermotransferfolie sind die Farbpartikel in einer Trägermasse aus Wachs, Kunstharz oder einem Gemisch aus beidem beigemischt.
Innen- und Aussenwicklung
Die technische Umsetzung der Folienaufnahmen am Thermotransferdrucker bestimmt, welche Wickelart verarbeitet werden kann: Innen- und/oder Außenwicklung. Einige Drucker sind technisch so ausgelegt, dass beide Wicklungsarten verwendet werden.
Feststellen der Wickelart:
Sie sind sich unsicher, ob es sich bei Ihrem Farbband um eine Innen- oder Außenwicklung handelt? Mit einem einfachen Test können Sie das ganz leicht herausfinden.
Wickeln Sie zunächst ein kleines Stück des Farbbands ab und kleben Sie einen kurzen Streifen Klebeband auf die Außenseite der Folie. Ziehen Sie den Klebestreifen wieder ab. Bleibt dabei Farbe auf dem Klebestreifen haften, handelt es sich um eine Außenwicklung – so wie auf dem nebenstehenden Bild dargestellt. Ist keine Farbe zu sehen, wiederholen Sie den Test auf der Innenseite des Farbbands. Bleibt nun Farbe am Klebestreifen haften, liegt eine Innenwicklung vor. Auf diese Weise erkennen Sie schnell und zuverlässig, wie Ihr Farbband gewickelt ist.
Der Rollenkern
Bestimmte Druckermodelle benötigen, aufgrund der technischen Auslegung, einen Rollenkern, der seitliche Einkerbungen enthält. Diese Kerben dienen zur festen Fixierung der Thermotransferfolie in der Aufnahme. Folgende Optionen sind möglich:
- Eine Kerbe auf einer Seite
- Zwei gegenüberliegende Kerben auf einer Seite
- Je Eine Kerbe auf beiden Seiten
Farbbandbreite und Farbbandlänge
Die technischen Voraussetzungen am Thermotransferdrucker geben die zu verwendende Farbbandbreite und Farbbandlänge vor. Die minimale und die maximale Farbbandbreite ergibt sich aus der Breite des Druckkopfes, der im Drucker verbaut ist.
Wir führen Farbbandbreiten zwischen:
Min: 30 mm Max: 220 mm
Die Thermotransferfolie wird grundsätzlich breiter als das verwendete Etikettenmaterial gewählt, um so die Schutzwirkung der Folie gegenüber den Druckkopf zu gewährleisten.
Der maximale Außendurchmesser der Thermotransferfolie muss ebenfalls laut Druckerherstellerangaben beachtet werden. Der maximale Außendurchmesser ergibt sich durch die Lauflänge der Folie. Je länger das Farbband ist, desto größer ist der Außendurchmesser.
Wir führen Farbbandlängen zwischen:
Min: 74 m Max: 900 m
Thermotransferfolien – die richtige Qualität für jeden Einsatz
Wachs
- Für unbeschichtete/matte Papiere
- Gute Druckqualität, geringe Beständigkeit
- Günstig, hohe Druckgeschwindigkeit
- Einsatz: Versand-, Lager-, Logistiketiketten
Unsere Farbbandempfehlung: QW
Wachs/Harz
- Mischung für Papier und Folien
- Scharfes, wisch- und kratzfestes Druckbild
- Gute Allround-Lösung
- Einsatz: Produkt- und Industrieetiketten
Unsere Farbbandempfehlung: QWH
Harz
- Für synthetische Materialien
- Sehr beständig gegen Abrieb, Chemikalien, Hitze
- Höchste Druckqualität und Haltbarkeit
- Einsatz: Typenschilder, Labor-, Outdoor-Etiketten
Unsere Farbbandempfehlung: QH und QT
Sonderfolien
Farbige Folien
Thermotransferfolien sind auch in verschiedenen Farben sowie Farbnuancen von blau, rot, grün, weiß, lila, orange, braun bis hin zu gold- und silberfarbig erhältlich. Diese sind je nach Sorte ebenfalls in folgenden Qualitäten beziehbar: Wachs, Wachs/Harz und Harz, innen- und außenbeschichtet an. Diese farbigen Folien werde eher außerhalb der rein industriellen Kennzeichnung genutzt.
Textilfolien
Textilien (Nylon, Polyester, Azetat) erfordern spezielle Thermotransferfolien mit ausgezeichneten Haftungseigenschaften. Die Aufdrucke haben eine gute Beständigkeit gegen Wasser, Trockenreinigung, Bleichwasser, stone-wash und anderen Reinigungsarten.
Wir empfehlen Ihnen unsere Farbbänder: QT
Laminatfolien
Laminatfolien und Overlay-Laminate dienen als „Schutzschicht“ für den bestehenden Aufdruck. Sie schützen vor Abrieb, Kratzern und UV-Licht. Laminatfolien sind in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich:
- Polygard-Laminatfolien für extreme Widerstandsfähigkeit
- Laminatfolien mit Hologrammen
- Fluoreszierende Farbbänder
Zusammenfassung
Thermotransferfolien gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten und Ausführungen. Nicht immer ist ein Griff zur höchsten Qualitätsstufe „Harz“ von Nöten.
Ihre individuelle Anwendung stellt die Weichen, welche Qualität für Sie speziell in Frage kommt. Generell entscheidet die Anwendung, welche Qualität benötigt wird.
1. Anforderungen an die Druckqualität:
Kompatibilität: Die Folien müssen mit gängigen Thermotransferdruckern kompatibel sein, sodass die Druckqualität bei unterschiedlichen Drucksystemen gewährleistet wird.